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Zulassung

Saisonkennzeichen fürs Auto: Kosten, Zeitraum & Regeln

5. Juli 2026
6 Min. Lesezeit

Cabrio, Zweitwagen, Wohnmobil oder Youngtimer: Wer sein Auto nur einen Teil des Jahres fährt, zahlt mit einem Saisonkennzeichen nur für die Monate, in denen das Fahrzeug wirklich auf der Straße ist — bei Steuer und Versicherung. Dieser Ratgeber erklärt Zeiträume, Kosten, Regeln und die typischen Fallstricke beim Saisonkennzeichen für Pkw.

Für wen lohnt sich das Saisonkennzeichen am Auto?

Cabrios und Roadster
Der Klassiker: Saison April bis Oktober spart rund 40 % der Jahreskosten
Wohnmobile und Campingfahrzeuge
Reisesaison versichern, Winterpause beitragsfrei — Tarife dazu auf der Wohnmobil-Seite
Young- und Oldtimer
Auch mit H-Kennzeichen kombinierbar (H am Ende plus Saisonzeitraum)
Wenig genutzte Zweitwagen
Etwa der Sommerflitzer neben dem Alltagsauto

Was kostet es — und was spart es?

Die Anmeldung kostet einmalig die üblichen Zulassungsgebühren plus Kennzeichenprägung — wie bei einem normalen Kennzeichen. Die Ersparnis entsteht laufend: Kfz-Steuer und Versicherungsbeitrag fallen nur für die Saisonmonate an. Außerhalb des Zeitraums besteht automatisch eine beitragsfreie Ruheversicherung, die das abgestellte Fahrzeug gegen Brand, Diebstahl und weitere Teilkasko-Gefahren schützt (bei bestehender Kaskodeckung, meist bis zu 18 Monate).

Beim Abschluss geben Sie den Saisonzeitraum direkt an — die elektronische Versicherungsbestätigung enthält ihn dann bereits, und die Zulassungsstelle übernimmt ihn aufs Kennzeichen. Tarife mit Saisonzeitraum lassen sich im normalen Kfz-Versicherungsvergleich berechnen.

Diese Regeln müssen Sie kennen

  • Außerhalb der Saison gilt Fahr- und Parkverbot im öffentlichen Raum. Das Fahrzeug braucht einen privaten Stellplatz — Garage, Carport oder Privatgrundstück. Verstöße kosten Bußgeld, und der Versicherungsschutz ist gefährdet.
  • Gefahren wird bis zur letzten Minute: Bei Saison 04/10 dürfen Sie vom 1. April 0:00 Uhr bis 31. Oktober 23:59 Uhr fahren.
  • HU-Termin in die Saison legen: Fällt die Hauptuntersuchung in die Ruhephase, darf erst am ersten Saisontag zur Prüfstelle gefahren werden — die HU wird dann unverzüglich nachgeholt.
  • SF-Klasse: mindestens 6 Monate Saison. Nur dann zählt das Jahr als volles schadenfreies Jahr für die Schadenfreiheitsklasse. Bei kürzeren Zeiträumen steigen Sie langsamer auf.
  • Zeitraum ändern = Ummeldung: Ein anderer Saisonzeitraum erfordert neue Kennzeichen und einen neuen Versicherungsnachweis mit dem geänderten Zeitraum.

Übrigens: Für Motorräder gelten dieselben Grundregeln, aber eigene Tarif-Besonderheiten — dazu gibt es einen separaten Guide zum Motorrad-Saisonkennzeichen. Für einzelne Überführungs- oder Probefahrten außerhalb der Saison ist das Kurzzeitkennzeichen die passende Lösung.

Häufige Fragen zum Saisonkennzeichen

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