Kurzzeitkennzeichen für Überführungsfahrten
5-Tages-Kennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten: Voraussetzungen, Versicherung und Ablauf.
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Was ist ein Kurzzeitkennzeichen?
Das Kurzzeitkennzeichen (auch 5-Tages-Kennzeichen genannt) ermöglicht Probe- und Überführungsfahrten für maximal 5 Tage. Es wird häufig genutzt, um ein Fahrzeug vom Verkäufer zum eigenen Wohnort zu überführen.
Das Kennzeichen ist an das Fahrzeug gebunden (nicht an die Person) und kann nur mit einer Haftpflichtversicherung beantragt werden.
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Kurzzeitkennzeichen: Alles Wichtige im Überblick
Das Kurzzeitkennzeichen, umgangssprachlich auch 5-Tages-Kennzeichen genannt, ist für Probe- und Überführungsfahrten gedacht. Es wird häufig genutzt, wenn ein Fahrzeug nach dem Kauf vom Verkäufer zum eigenen Wohnort überführt werden soll und das Fahrzeug nicht mehr zugelassen ist. Das Kennzeichen ist an das Fahrzeug gebunden und nicht übertragbar.
Für die Beantragung benötigen Sie eine eVB-Nummer speziell für Kurzzeitkennzeichen. Diese unterscheidet sich von der normalen eVB-Nummer, da sie nur eine Haftpflichtversicherung für maximal fünf Tage umfasst. Eine Kaskoversicherung ist für Kurzzeitkennzeichen nicht möglich – das Fahrzeug ist also nur gegen Schäden an Dritten versichert.
Unterschied: Kurzzeitkennzeichen vs. Überführungskennzeichen
Das Kurzzeitkennzeichen ist nicht zu verwechseln mit dem roten Händlerkennzeichen (06er-Nummer), das nur von gewerblichen Fahrzeughändlern und Werkstätten genutzt werden darf. Das Kurzzeitkennzeichen steht jeder Privatperson zur Verfügung und wird bei der örtlichen Zulassungsstelle beantragt.
Rechtsgrundlage ist § 42 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Das Kennzeichen gilt bis zum Ablauf des fünften Tages nach der Zuteilung; erlaubt sind Probe- und Überführungsfahrten. Grundsätzlich muss die Hauptuntersuchung (HU/TÜV) gültig sein. Ohne gültige HU dürfen Sie nur zu einer Prüfstelle im Bezirk der Zulassungsbehörde oder einem angrenzenden Bezirk fahren und zurück zum Standort (§ 42 Abs. 7 FZV). Quelle: § 42 FZV auf gesetze-im-internet.de. Holen Sie ein Auto aus dem Ausland, lesen Sie vorab: Importfahrzeug in Deutschland zulassen.
Schritt für Schritt zum Kurzzeitkennzeichen
Zuerst brauchen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung für das Kurzzeitkennzeichen; viele Kfz-Versicherer bieten dafür eigene Tarife an und stellen danach die eVB-Nummer aus. Der Vergleichsrechner auf dieser Seite berechnet reguläre Kfz-Versicherungen; ob ein Anbieter einen Kurzzeittarif hat, sehen Sie beim jeweiligen Versicherer. Mit der eVB-Nummer, Ihrem Personalausweis und den Fahrzeugpapieren gehen Sie zur Zulassungsstelle und beantragen das Kennzeichen. Die Kennzeichenschilder lassen Sie beim Schildermacher prägen. Das Ablaufdatum wird direkt auf dem Kennzeichen vermerkt – nach dem Ablaufdatum darf das Fahrzeug nicht mehr auf öffentlichen Straßen fahren (§ 42 Abs. 4 FZV); eine Abmeldung ist nicht nötig.
Planen Sie die Überführungsfahrt sorgfältig: Das Kurzzeitkennzeichen gilt ab dem Tag der Zulassung, nicht ab dem Tag der ersten Fahrt. Beantragen Sie es daher möglichst am selben Tag, an dem Sie das Fahrzeug abholen möchten, damit Sie die fünf Tage optimal nutzen können. Beachten Sie auch, dass Fahrten ins Ausland mit dem Kurzzeitkennzeichen nur eingeschränkt möglich sind. Wie Sie das Fahrzeug nach der Überführung regulär anmelden, erklärt unser Ratgeber.
Über den Versicherungsvergleich können Sie einen Tarif für das Kurzzeitkennzeichen abschließen; die Versicherungsbestätigung kommt anschließend per E-Mail.
Rechtsgrundlage: Auch für das Kurzzeitkennzeichen ist eine Kfz-Haftpflicht nach dem Pflichtversicherungsgesetz vorgeschrieben. Die eVB-Nummer wird bei der Zulassung über die Datenbank des GDV elektronisch geprüft.